Konzert I | Orgel solo
ROBERTO MARINI
an der Weimbs-Orgel
Johann Sebastian Bach (1685—1750)
Präludium und Fuge a-Moll BWV 543
Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542
an der Eule-Orgel
Max Reger (1873—1916)
Introduktion und Passacaglia d-Moll
Franz Liszt (1811—1886)
Funérailles
(Bearb.: Roberto Marini)
Joseph Jongen (1873—1953)
Sonata Eroïca op. 94
Roberto Marini
Der italienische Organist Roberto Marini ist international als Konzertorganist tätig. Er studierte in Rom bei dem renommierten Organisten Fernando Germani und erhielt am Genfer Konservatorium bei Lionel Rogg den Premier prix de virtuosité d’orgue. Neben seinem Musikstudium absolvierte Marini zudem ein Studium der Rechtswissenschaften.
Als Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe ist er mit Aufführungen der Gesamtwerke von Max Reger und Johann Sebastian Bach hervorgetreten. Roberto Marini ist Professor für Orgel am Päpstlichen Institut für Kirchenmusik in Rom und am Konservatorium in Pescara, an dem er viele Jahre als stellvertretender Direktor wirkte. Er leitet mehrere internationale Orgelfestivals, war Vorstandsmitglied der italienischen
Vereinigung Santa Cecilia und ist Titularorganist der Kathedrale von Teramo.
Seine Diskografie umfasst zahlreiche Einspielungen des Orgelrepertoires, darunter die Gesamtwerke von Max Reger, Maurice Duruflé, Robert Schumann und Johannes Brahms.
Konzert II | Panflöte & Orgel
HANNAH SCHLUBECK
MICHAEL UTZ
Georg Philipp Telemann (1681—1767)
Sonate F-Dur*
Bach (1685—1750)
Air, aus der Orchester-Suite Nr. 3, D-Dur BWV 1068*
Wolfgang Amadeus Mozart (1756—1791)
2. Satz aus Konzert für Oboe und Orchester C-Dur KV 314*
John Rutter (*1945)
Suite Antique*, daraus:
1. Prelude
2. Ostinato
3. Aria
4. Waltz
Alexandre Guillmant (1837—1911)
Cantilène pastoral op. 15, Nr. 3*
Astor Piazzolla (1921—1992)
Libertango*
Jean-Claude Mara (1972—2004)
Reflets
* Bearbeitung für Panflöte
Hannah Schlubeck gilt weltweit als eine der führenden PanflötistInnen und hat sich besonders im Bereich der Interpretation Klassischer Musik auf der Panflöte einen Namen gemacht. Sie ist in Deutschland die erste Musikerin mit einem Hochschulabschluss im Hauptfach Panflöte. An der Musikhochschule Wuppertal schloß sie ihr Studium mit dem Konzertexamen ab. Neben dem Hochschulstudium erhielt Schlubeck außerdem
Unterricht bei rumänischen Panflötenlegenden wie Damian Luca und Gheorghe Zamfir. Sie erhielt bereits im Alter von sechs Jahren ihren ersten Panflötenunterricht bei Erich zur Eck und ist mit diesem selten gespielten Instrument aufgewachsen. Bereits als Zwölfjährige wurde sie vom französischen Panflötisten Jean-Claude Mara gefördert und gab im Alter von 15 Jahren ihre ersten Konzerte. Mittlerweile hat die Panflötenvirtuosin in mehr als 30 Jahren fast 2000 Konzerte in Kirchen und Konzertsälen gegeben. Konzertreisen führten sie in das europäische Ausland, in die USA, nach Lateinamerika und Australien. In ihren Konzerten bietet Schlubeck abwechslungsreiche Programme in einer Vielzahl von verschiedenen Kombinationen. Neben Duo-Besetzungen konzertiert sie auch als Solistin mit Kammerensembles oder großen Orchesterbesetzungen sowie mit ihrem Ensemble PANtiqua, welche die Panflöte in den Kontext des Originalklang-Spektrums der Alten Musik stellt.
Schlubeck hat 18 Alben im eigenen Label veröffentlicht. Sie wirkte bei zahlreichen Rundfunk- und Fernseh-produktionen mit (WDR, ZDF, SWR, NDR, MDR, ORF, 3Sat u.a.).
Michael Utz studierte Kirchenmusik, Orchesterleitung und Orgel in Hannover, Berlin und Groningen/NL. Bis 2003 wirkte er in Berlin als Kirchenmusiker und Lehrbeauftragter für Korrepetition an der Universität der Künste und war Mitarbeiter des Berliner Staats- und Domchores. In seiner anschließenden, über 20-jährigen Tätigkeit als Kirchenmusiker an der Abteikirche St. Nikolaus Brauweiler, künstlerischer Leiter der dortigen internationalen Orgelkonzertreihe und des Musikfestivals Abtei Brauweiler Classic Nights sowie als Regionalkantor für den Rhein-Erft-Kreis und als Konzertorganist ist Michael Utz einem großen Publikum bekannt geworden.
Mit dem AbteiChor Brauweiler und dem seit 2009 von ihm geleiteten Städtischen Chor Leverkusen hat er in der Abtei Brauweiler und im Forum Leverkusen zahlreiche chorsinfonische Konzerte geleitet. Auch im Bereich der zeitgenössischen Musik ist Michael Utz aktiv und als Organist und Dirigent für zahlreiche Uraufführungen von Werken verantwortlich, die ihm teilweise selbst gewidmet sind. Seit 2024 ist er als Fachbereichsleiter Kirchenmusik im Generalvikariat Köln verantwortlich für die Kirchenmusik im Erzbistum Köln und ist Dozent für Chorleitung in der C-Ausbildung für Kirchenmusik. Er leitet den Internationalen Kompositionswettbewerb Musica Sacra Nova unter der Schirmherrschaft des Päpstlichen Instituts für Kirchenmusik im Vatikan. Daneben arbeitet er als Korrepetitor und wirkt als Organist, Cembalist und Pianist bei Produktionen des WDR und des DLF mit. Als Organist tritt er in ganz Europa, in Tansania und in Japan auf und erhält Einladungen zu renommierten Orgelfestivals. 2020 wurde ihm der Kulturpreis des Rhein-Erft-Kreises verliehen.
Konzert III | Keep on going — In peace
Prolog
für Stimmen, Orgel, Saxophon und E-Gitarre
Da pacem Domine
Gib uns Frieden, Herr
Introitus der Votivmesse für Frieden, Gregorianik, 11. Jh.
Keep on going — In peace
für Orgel, Saxophon & E-Gitarre von Andreas S. Behrendt (*1966)
Kyrie eleison
aus der „Messe de Nostre Dame“ von Guillaume de Machaut (1300—1377)
Duo
für Saxophon und E-Gitarre
Mariam matrem virginem
Virelai aus dem Kloster Montserrat, 14. Jh.
E-Gitarre solo
von Kalle Kalima
Alleluia — Nativitas
Organum von Magister Perotin, Kathedrale Notre Dame de Paris, 13. Jh.
Schweben
für Orgel, Saxophon und E-Gitarre von Andreas St. Behrendt
Beata viscera
Geleitgesang (Conductus) von Magister Perotin, Paris, 13. Jh.
Fragmentum choralis
für eine bis drei Instrumentalstimmen von Andreas S. Behrendt
Media vita in morte sumus
Antiphon über die Vergänglichkeit, Gregorianik, 11. Jh.
Vallis
für Orgel, Saxophon und E-Gitarre von Andreas S. Behrendt
Da pacem Domine von Arvo Pärt (*1935)
für vier Stimmen
Saxophon solo
von Ulrich Kempendorff
Da pacem Domine Antiphon & Ps. 113 In exitu Israel de Aegypto
Gregorianik, 10. Jh.
Trivium von Arvo Pärt (*1935)
Pacem meam do vobis
Communio aus der Votivmesse für Frieden, Gregorianik, 11. Jh.
Fragmentum caelum
für Orgel, Saxophon, E-Gitarre und Stimmen von Andreas S. Behrendt
VOX NOSTRA mit Winnie Brückner | Sopran, Philipp Cieslewicz | Altus,
Pedro Matos | Tenor, Werner Blau | Bass, Burkard Wehner | Bariton und
Leitung VOX NOSTRA
Trio Ulrich Kempendorff | Saxophon, Kalle Kalima | E-Gitarre
Andreas Stephan Behrendt | Orgel & Komposition